Barrierefrei zum „Tag der Sachsen“ – das große Ziel des Sozialverbandes VdK Sachsen e. V.

Zum „Tag der Sachsen“ treten auch Verbände und Vereine auf, die man auf den ersten Blick gar nicht mit einem Volksfest in Verbindung bringt und die dennoch eine ganz wichtige Rolle spielen. Einer dieser Verbände ist der Sozialverband VdK Sachsen e.V.. Mit diesen steht das Projektbüro bereits jetzt in enger Zusammenarbeit, besondere im Hinblick auf die Barrierefreiheit des „Tages der Sachsen“. Wir möchten hier die Gelegenheit nutzen den Verband vorzustellen und haben dazu mit Ralph Beckert, dem Landesgeschäftsführer des Sozialverband VdK Sachsen e. V., gesprochen:

Was ist eigentlich der VdK und mit welchen Aufgaben ist er betraut?

Der Sozialverband VdK Sachsen e. V. ist mit über 23.500 Mitgliedern der größte Sozialverband im Freistaat Sachsen. Seit über 30 Jahren sind wir eine solidarische Gemeinschaft, die sich dafür einsetzt, bessere Lebensbedingungen zu schaffen, insbesondere für Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen und Familien. Dazu bieten wir eine umfassende Sozialrechtsberatung an – von Fragen zur Erwerbsminderungsrente über den Grad der Behinderung oder Schwerbehindertenausweis bis hin zu Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, um einige Beispiele zu nennen. Diese Beratung ist kostenfrei, neutral und unabhängig.

Sie sind Mitglied im Kuratorium des „Tag der Sachsen“. Was verbindet der VdK mit dem „Tag der Sachsen“?

Seit 2005 ist der Sozialverband VdK Sachsen immer mit einem großen Informationsstand auf dem „Tag der Sachsen“ vertreten. Hier können wir mit den Menschen vor Ort in Kontakt treten und die Ziele, Aufgaben und Angebote des VdK hautnah vermitteln. In Sachsens größtem Vereinsfest sehen wir die Chance, Menschen mit Themen wie Behinderung, Barrierefreiheit, soziale Sicherung etc. in Kontakt zu bringen, zu sensibilisieren und auch Aufmerksamkeit zu wecken. Um gerade auch das Thema Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen beim „Tag der Sachsen“ schon bei der Organisation mit einzubringen, ist der Sozialverband VdK Sachsen seit 2014 Mitglied im Kuratorium und im Präsidium des „Tages der Sachsen“. Wir sind Mitglied im Sächsischen Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Der Landesbeirat hat zu diesen Zeitpunkt den Fokus auf den „Tag der Sachsen“ gelegt. Denn der „Tag der Sachsen“ ist zum einen ein Fest, wo auf engen Raum die große Vielfalt der Vereine erlebbar ist und gleichzeitig bietet er uns die Möglichkeit die Menschen in einer angenehmen Art und Weise mit wichtigen Informationen zu versorgen, an die sie sonst oft nur mit viel Aufwand gelangen. Von daher lag es für uns nahe, diesen aktiv im Kuratorium zu unterstützen.

In welcher Rolle sieht sich der VdK zum „Tag der Sachsen“? Sind Sie nur mit einem Infostrand vertreten oder steht da noch viel mehr dahinter?

Neben unserem Informationsstand, den wir jedes Jahr anbieten, war der VdK auch schon mit dem Auftritt von Selbsthilfegruppen auf den Sportbühnen oder auch im großen Festumzug mit Teilnehmer*innen vertreten. Zudem unterstützen wir die Ausrichterstädte mit fachlichem Wissen zum Thema Barrierefreiheit, z. B. bei der Einrichtung von Behindertenparkplätzen, zu Fahrzeugen und Haltestellen des ÖPNV oder dem Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern bei Veranstaltungen. Das geht bis dahin das für Personen mit bestimmten Erkrankungen besondere Vorkehrungen getroffen werden, dass Sie auch das Fest ohne Sorgen besuchen können. Hier möchten wir mit darauf hinwirken, dass der „Tag der Sachsen“ für alle Besucher*innen erlebbar ist, unabhängig von einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung.

Was verbindet der VdK mit dem Motto „Sachsens Pioniergeist entdecken?“

Mit dem aktuellen Motto verbindet der Sozialverband VdK Sachsen die Hoffnung, dass innovative Ideen, Lösungen und Produkte die Inklusion im Freistaat Sachsen weiter voranbringen. Auch heute noch stehen Menschen mit Behinderung vor Einschränkungen und Problemen, die im 21. Jahrhundert nur noch schwer verständlich sind. 1969 ist die Menschheit zum Mond geflogen, 2022 jedoch kommt ein Rollstuhlfahrer noch immer nicht an jedem Bahnsteig oder in den Zug – das ist unverständlich und darum haben wir die Hoffnung, dass Sachsens Pioniergeist auch an diesen Problemen ansetzt und hier viele tolle Innovationen entstehen.