Stadtrat von Frankenberg stellt sich gegen die Ausrichtung des „Tages der Sachsen“

In der gestrigen außerordentlichen Stadtratssitzung hat der Frankenberger Stadtrat mehrheitlich das Finanzierungskonzept für den diesjährigen „Tag der Sachsen“ abgelehnt. Mit 12 zu 10 Stimmen und einer Enthaltung stimmten die Stadträte gegen den Beschlussvorschlag, welcher vorsah, für die Ausrichtung des „Tages der Sachsen“ 2022  außerplanmäßig einen Eigenmittelanteil in Höhe von maximal 300.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Damit ist die Durchführung des „Tages der Sachsen“ in Frankenberg in diesem Jahr nicht mehr realisierbar.

Projektleiter Christian Vogel bestätigt das Aus für den „Tag der Sachsen“ in der mittelsächsischen Garnisonsstadt: „Wir müssten jetzt die Dienstleister für die Parkplätze, Bühnen oder auch die Stromversorgung binden. Mit einem weiteren Aufschub der Bestätigung der Finanzierung ist uns dies nicht möglich. Die Firmen haben zum Teil schon weitere Anfragen im selben Zeitraum, denen jetzt Vorrang gegeben wird.  Wir können aus diesem Grund somit nicht mehr sicherstellen, das Fest realisieren zu können.“

Der Bürgermeister Thomas Firmenich wird umgehend den Landtagspräsident und Präsident des Kuratoriums „Tag der Sachsen“, Dr. Matthias Rößler, über die Entscheidung des Stadtrates informieren. Des Weiteren wird das Kuratorium „Tag der Sachsen“ darum gebeten, die Stadt Frankenberg/Sa. von dem Vertrag zur Ausrichtung des „Tages der Sachsen“ 2022 aufzulösen.

„Ich bedauere diese Entscheidung sehr. Es ist schon viel Arbeit und Aufwand in die Vorbereitungen für den ‚Tag der Sachsen‘ geflossen und wir waren auf einen guten Weg, das größte Volksfest für Vereine und Verbände nach zwei Jahren Pause wieder aufleben zu lassen. Es wurde von Seiten der Stadtverwaltung und des Projektbüros alles dafür getan die nötigen, Finanzierungsmittel für den ‚Tag der Sachsen‘ sicherzustellen.“ bekräftigt Bürgermeister Thomas Firmenich.